Use Case

Maschinenbedienung bei neuem Auftrag

Neuer Auftrag, neue Parameter: Mit GIRI hat der Maschinenführer das Setup Schritt für Schritt vor Augen, ohne Zettel und ohne den Vorarbeiter zu rufen.

Stand · GIRI 12.80.1
3–7Anleitungen pro Maschine
60 Min.kritische Zeit nach dem Wechsel
1 Prüfschrittfür die ersten Teile
Auftragswechsel am Handy: Pfeil und Parameter im Bild zeigen den Nullpunkt
Auftragswechsel am Handy: Pfeil und Parameter im Bild zeigen den Nullpunkt

Bei wenig Erfahrung oder seltenen Aufträgen kostet der Auftragswechsel Zeit und produziert Ausschuss in der Anlaufphase. Pro Maschine entstehen typisch 3–7 Anleitungen:

  • CNC-Programm laden und Nullpunkt setzen
  • Spannmittel je Auftrag konfigurieren
  • Materialwechsel mit Werkstoff-Parametern
  • Erstprüfung nach dem Setup
  • Anlaufproduktion und Freigabe der ersten Teile

Der Auslöser: Woran erkennst du das?

  • Die ersten 30–60 Minuten nach einem Auftragswechsel sind besonders fehleranfällig.
  • Erfahrene Kollegen werden bei jedem Setup-Wechsel gerufen.
  • Die Auftragsdokumentation ist Papier, das in der Werkstatt verschwindet.
  • Bei seltenen Aufträgen wird das Setup jedes Mal neu „erfunden“.

Der Ansatz mit GIRI

Der QR-Code hängt an der Maschine oder liegt beim Auftragsschein. Der Maschinenführer scannt ihn vor dem Setup. Pro Schritt gibt es einen Clip, Pfeile zeigen auf die richtige Stelle.

Für die ersten Prüfteile steht am Ende ein eigener Prüfschritt. Mit Checkliste hält der Maschinenführer das Ergebnis dort mit Hinweis und Foto fest. Passt etwas nicht, meldet er es mit Nicht OK, Notiz und Foto.

Der Mehrwert

  • Kürzere Einarbeitung bei neuen Aufträgen
  • Weniger Ausschuss in der Anlaufphase, weil die ersten Teile schneller sitzen
  • Erfahrene werden entlastet, statt ständig gerufen zu werden.
  • Das Wissen bleibt im Haus, auch wenn der Vorarbeiter geht.

Typische Anwender

  • Lohnfertigung mit hoher Variantenvielfalt
  • Maschinenbau (Einzel- und Kleinserie)
  • Automotive-Zulieferer
  • Präzisionsfertigung

Was du vermeiden willst

  • Alle Varianten in eine Anleitung packen. Lieber 5 kurze als ein Monster.
  • Auf den Vorarbeiter warten, der das mal aufschreibt. Er hat keine Zeit.
  • Nur Text-Dokumente. Keiner liest 4 Seiten Word, während die Maschine steht.

Das misst du

Halte die Werte vor dem Start fest und vergleiche sie nach einigen Wochen.

  • Anlaufzeit: Minuten vom Auftragswechsel bis zum ersten Gutteil. Endet die Anleitung mit dem Prüfschritt, zeigt das Job-Done-Protokoll die Dauer jedes Durchlaufs bis dahin.
  • Anlaufausschuss: Schlechtteile nach dem Wechsel, aus eurer Fertigungsdokumentation.
  • Rufe nach Erfahrenen: Wie oft beim Setup der Vorarbeiter oder ein Kollege kommen muss.

So setzt du es in GIRI um

  1. Nimm das Setup direkt an der Maschine auf: Tippen = Foto · Halten = Video. Ein Clip stoppt nach 12 Sekunden (Schritte mit der Kamera aufnehmen).

  2. Setze Pfeil auf die richtige Stelle und schreib Parameter mit Text ins Bild (Markierungen und Symbole setzen).

    Markieren am Handy: Pfeil, Kreis, Nummer und Text für das Bild
    Markieren am Handy: Pfeil, Kreis, Nummer und Text für das Bild
  3. Füge am Ende einen Prüfschritt für die ersten Teile ein und schalte die Checkliste ein (Checkliste und Unterschrift einrichten).

  4. Nach der Freigabe druckst du das QR-Blatt und hängst es an die Maschine oder legst es zum Auftragsschein (QR-Blatt drucken).

    Das QR-Blatt als A4-PDF für Maschine oder Auftragsschein
    Das QR-Blatt als A4-PDF für Maschine oder Auftragsschein

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