Use Case
Störungsbehebung an der Maschine (QR-Code)
Standardstörungen kosten oft 45 Minuten Stillstand für 3 Minuten Reparatur. Mit GIRI beheben Bediener Routineprobleme selbst, direkt an der Maschine.
Standardstörungen sind selten schwer. Der Bediener weiß nur nicht, wie es geht.

Das typische Muster: Der Bediener wartet auf den Schichtleiter, der Schichtleiter wartet auf den Service. Der Service kommt später und behebt die Störung in 3 Minuten. Stillstand: 45 Minuten.
Was du dokumentierst
- die Top-10-Fehlercodes pro Anlage mit ihrer Behebung
- Sensorjustierung
- Filterwechsel und Korrektur des Bandlaufs
- Software-Resets
- die klare Grenze, ab wann der Service kommen muss
Der Auslöser: Woran erkennst du das?
- Bediener rufen für immer dieselben Standardstörungen den Service.
- Die Störungsdoku ist eine Excel-Liste, die niemand kennt.
- Erfahrene Bediener beheben die meisten Störungen selbst, neue kaum eine.
- Die MTTR ist deutlich höher als die reine Reparaturzeit.
Der Ansatz mit GIRI
Der QR-Code hängt direkt an der typischen Störungsstelle: am Schaltschrank, am Display oder am Sensor. Es gibt eine Anleitung pro Fehlercode, nicht eine für alle.
Sicherheitschecks kommen als erste Schritte. Die Eskalationsgrenze ist klar: bis hier selbst beheben, ab da den Service rufen.
Der Mehrwert
- Kürzere Stillstände bei Standardstörungen
- Bediener beheben Routineprobleme selbst.
- Das Serviceteam wird entlastet und nur bei echten Problemen gerufen.
- Störungswissen wird systematisch erfasst, statt in Köpfen zu bleiben.
Typische Anwender
- Komplexe Anlagen mit vielen Fehlercodes
- 24/7-Produktion, in der der Service nicht immer vor Ort ist
- Mehrere baugleiche Maschinen, die vom geteilten Wissen profitieren
- Branchen mit hohem Stillstandsverlust pro Minute
Was du vermeiden willst
- Bedienern zu komplexe Reparaturen zumuten. Grenze sauber ab.
- Fehlerbehebung ohne Sicherheitsschritte. Erst Spannung weg und Druck abbauen, dann reparieren.
- Störungsanleitungen ohne Eskalation. Was passiert, wenn die Behebung nicht klappt?
Das misst du
Halte die Werte vor dem Start fest und vergleiche sie nach einigen Wochen.
- Zeit bis zur Störungsbehebung (MTTR): von der Störung bis zum Wiederanlauf, aus eurem Störungs- oder Wartungssystem.
- Serviceeinsätze: Rufe beim Service für Störungen, zu denen es eine Anleitung gibt.
- Nutzung: Welche Störungsanleitungen wie oft geöffnet werden, zeigt die Seite Statistik (Statistik für den ganzen Workspace).
So setzt du es in GIRI um
-
Lege pro Fehlercode eine kurze Anleitung an und nenne den Code im Titel. Dann findest du sie auch über die Suche (Anleitungen finden).
-
Stell die Sicherheitsschritte an den Anfang und gib ihnen einen Warnhinweis. Sicherheitszeichen nach ISO 7010 findest du unter Sicherheit (Schritte bearbeiten, Markierungen und Symbole setzen).
-
Markiere Fehlercodes mit Nicht übersetzen, damit die Übersetzung sie nicht verändert (Text formatieren).
-
Häng das QR-Blatt an die Störungsstelle. Für alle Störungen einer Anlage druckst du das QR-Poster des Ordners (QR-Blatt drucken, QR-Poster für einen Ordner).

Das QR-Poster eines Ordners mit einer Kachel je Anleitung -
Passt ein Schritt nicht, melden Bediener das über Frage oder Vorschlag (Frage oder Vorschlag senden).

Frage oder Vorschlag am Handy, auf Wunsch mit Foto