Bootcamp
Phase 2 · Modul 2 · Stakeholder und KPIs
Anfang Woche 4: die 6 Stakeholder gewinnen, mit einem Satz pro Person und Fragen statt Pitch. Dazu KPI-Baselines prüfen und offen sagen, was GIRI erfasst.
Die häufigste Pilot-Beerdigung: technisch top, aber der Betriebsrat fühlt sich übergangen, die Qualität sieht Konkurrenz zum QM-System, und der Werksleiter sieht keinen EBITDA-Bezug. Jeder Einzelne kann den Piloten kippen.
Der Workshop: 90 Minuten, 5 Schritte
- Die 6 Rollen mit Namen füllen (15 Min). Werksleiter, Betriebsrat, Schichtleitung, Qualität, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Enduser.
- WIIFM, 1 Satz pro Person (30 Min). WIIFM heißt „What’s in it for me?“: sein Problem heute und der Mehrwert durch GIRI. Kriegst du den Satz nicht hin, verstehst du die Person noch nicht.
- Fragen statt pitchen üben (15 Min). Nicht „GIRI verkürzt eure Einarbeitung“, sondern „Wie lange dauert die Einarbeitung bei euch?“ Er nennt das Problem, du verbindest.
- KPI-Baselines prüfen (20 Min). Gemessen oder geraten? Mess-Termine in den Kalender: Wochen 4, 5 und 6.
- Gesprächsplan in den Kalender (10 Min). Woche 4: Schichtleitung und Qualität. Woche 5: Betriebsrat (formell, mit einem Werker) und Arbeitssicherheit. Woche 6: Werksleiter mit Ergebnissen.
Was GIRI erfasst: offen mit dem Betriebsrat besprechen
GIRI zeigt nicht nur Anleitungen an, es speichert auch, wie sie genutzt werden. Sag das offen und zeig, was gespeichert wird:
- Aufrufe: Zeitpunkt, Dauer, gesehene Schritte, ob bis zum Ende, Gerätetyp (zum Beispiel iOS oder Windows). Ohne Namen.
- Durchläufe mit Checkliste: der Name, den der Werker eingibt, Beginn und Ende, Status und Uhrzeit jedes Schritts, Notizen und Fotos zu Nicht OK oder Hinweis und, wenn eingestellt, die Unterschrift. Das alles steht im Job-Done-Protokoll.
- Feedback: Text, Foto oder Video. Der Name ist freiwillig.
- Schulungsnachweise: wer wann welche Schulung bestätigt hat, mit Unterschrift. Nur, wenn GIRI Schulungen für euren Workspace freigeschaltet hat.

Einen Überblick über Aufrufe und Job-Done-Protokoll aller Anleitungen gibt die Seite Statistik im Menü. Klärt gemeinsam, bei welchen Anleitungen ihr die Checkliste nutzt und wer die Daten auswertet. Mehr in Informationen für den Betriebsrat und Personenbezogene Daten.
Hausaufgabe Wochen 4–6 (~4 Std)
- Alle 6 Gespräche führen. Beim ersten nur zuhören.
- Alle Baselines messen, die Vergleiche ins Backlog.
- 60–80 % des Backlogs veröffentlichen. Der Termin mit dem Werksleiter braucht Ergebnisse.
- Für Modul 3: Was lief, was nicht, was bleibt offen?
Weiter: Modul 3 · Messen und Übergabe